Logo der Universität Wien

Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)

 

Was ist fMRT?

MRT steht für Magnetresonanztomographie. Diese Methode erlaubt es, Abbilder vom Inneren des menschlichen Körpers zu machen. Mithilfe eines stark magnetischen Feldes und Radiowellen werden im Körper Radiosignale erzeugt. Diese Signale werden von “Antennen” aufgezeichnet und dazu verwendet, Schnittbilder des menschlichen Körpers zu erstellen.fMRT, eine Variante dieser Technik (f steht hierbei für “funktionell”), ermöglicht es, sowohl die Struktur als auch die Aktivität des Gehirns sichtbar zu machen. Insgesamt handelt es sich bei MRT und fMRT um nicht-invasive (d.h. nicht in das Gewebe eindringende) Methoden, die  in zahlreichen Studien erprobt wurden. Dementsprechend sind die mit einer Teilnahme verbundenen Risiken vernachlässigbar. 

 

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Der Magnetresonanztomograph legt ein sehr starkes Magnetfeld an, weshalb magnetische Materialien am und auch im Körper nicht in den Untersuchungsraum gebracht werden dürfen. Nicht-magnetische Metalle, wie sie z.B. für Zahnspangen oder Körperimplantate verwendet werden, stellen keine Gefahr dar, können aber die Bildqualität beeinträchtigen. Es besteht außerdem ein geringes Risiko, dass sich das Metall erwärmt. Da normale Kleidung oft Metallteile enthält, wird Ihnen aus Sicherheitsgründen für die Untersuchung Patientenkleidung zur Verfügung gestellt. Des Weiteren sind Schmuck, Piercings, Haarnadeln, Brillen etc. mit Metallbestandteilen vor der Untersuchung abzulegen. Bitte verwenden Sie außerdem keine Wimperntusche, da diese unter Umständen auch Metallbestandteile enthält.

 

Wie läuft ein fMRT-Experiment ab?

Nachdem Sie der/die Versuchsleiter/in über das Experiment informiert hat, werden Sie in den abgeschirmten Raum begleitet, in dem das Magnetfeld aktiv ist. Dort legen Sie sich auf eine elektrisch gesteuerte Liege, über die Sie später in die Scanner-Röhre geschoben werden. Entspannen Sie sich und machen Sie es sich auf der Liege so bequem wie möglich. Der Scanner produziert während des Experiments viele Klopfgeräusche und Lärm unterschiedlicher Lautstärke. Deshalb ist ein Gehörschutz verpflichtend und wird von uns zur Verfügung gestellt. Ein Rahmen (die “Antenne” zum Empfang der Radiosignale) wird über Ihrem Kopf platziert. Es ist sehr wichtig, dass Sie während des Experiments so still wie möglich halten. Aus diesem Grund wird Ihr Kopf mit kleinen Kissen fixiert. Bevor Sie vom/von der Versuchsleiter/in in die Scanner-Röhre geschoben werden, bekommen Sie noch einen Gummiball in die Hand. Durch das Drücken dieses Balls können Sie während des Experiments im Notfall einen Alarm auslösen. Der/Die Versuchsleiterin wird daraufhin das Experiment stoppen. Ein Experiment besteht aus mehreren Scanvorgängen, die zwischen 10 Sekunden und 40 Minuten dauern. Das komplette Experiment dauert insgesamt ein bis zwei Stunden. Bei den meisten Studien ist die Bearbeitung von Computeraufgaben Teil des Experiments. Sie werden diese Aufgaben durchführen während Sie in der Scannerröhre liegen. Der/die VersuchsleiterIn wird über eine Sprechanlage mit Ihnen kommunizieren und Sie über nächste Schritte informieren.

 

Was ist sonst noch zu beachten?

Sie dürfen NICHT an MRT-Experimenten teilnehmen, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  1. Sie tragen Metallteile am oder im Körper, die nicht entfernt werden können, z.B. Retainers (Metalldraht hinter den Zähnen), Platten, Schrauben, Aneurisma-Clips, Metallsplitter oder Piercings, Hormonspiralen zur Empfängnisverhütung. Zahnfüllingen stellen kein Problem dar.

  2. Sie tragen ein aktives Implantat, wie z.B. einen Herzschrittmacher, eine Insulinpumpe, einen Neurostimulator und/oder ein Cochlea-Implantat.

  3. Sie hatten in der Vergangenheit eine Operation am Kopf.

  4. Sie leiden an Epilepsie.

  5. Sie leiden an Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen).

  6. Sie sind schwanger oder haben den Verdacht, schwanger zu sein.

  7. Sie sind jünger als 18 Jahre alt.

  8. Wenn Sie ein Tattoo besitzen, kontaktieren Sie bitte den/die Versuchsleiter/in im Vorfeld.
SCAN-Unit
Faculty of Psychology
University of Vienna

Liebiggasse 5
1010 Wien
E-Mail
University of Vienna | Universitätsring 1 | 1010 Vienna | T +43-1-4277-0
Lastupdate: 25.10.2013 - 18:01